Über uns
Die Band
Niemand weiss, wer sie sind, und niemand kennt ihre Gesichter. Auf der Bühne, beim Soundcheck und auf dem Weg zum Tourbus tragen alle fünf Masken und Kapuzen. Fotos ohne Verkleidung existieren nicht. Sämtliche Interviewanfragen verhallen seit dem ersten Tag im Nichts: keine Statements, keine Erklärungen, keine PR-Maschinerie.
Die wenigen verbrieften Fakten über ihren Ursprung stammen aus einem fragmentarischen Dokument, das 2024 in die Hände eines Untergrund-Fanzines gelangte. Demnach besteht das Kollektiv aus fünf Musikern, deren Spuren in die Schweiz, nach England, in die USA, nach Schweden und nach Norwegen führen. Gefunden haben sie sich 2023 über einen einsamen, fast schicksalhaften Eintrag in einem verlassenen Online-Forum. Er bestand aus einer rohen, unbetitelten Tonspur mit einem einzigen, tonnenschweren Riff. Über diesen digitalen Funken traten fünf Fremde in Kontakt, die einander nie zuvor gesehen hatten.
Ihren Proberaum vermutet man bis heute in einer verlassenen, moosbewachsenen Ruine hoch über einem dunklen See im Herzen der Zentralschweiz, weit weg von jeder Zivilisation. Wer dort im Herbst nachts am Hang steht, schwört, die schweren, drückenden Klänge durch die Stille bis hinunter zum See zu hören.
«Wir schreiben keine Songs. Wir nehmen ein Riff und spalten es, bis nichts mehr geht. Was übrig bleibt, ist der Song.»
Aus diesem kompromisslosen Prinzip entstand der Name. Jedes Mitglied arbeitet wie ein isolierter Agent: Alle erhalten dasselbe rohe Motiv und zerlegen es in völliger Einsamkeit, bis die Fragmente erst in der Kälte der Ruine wieder aufeinanderprallen. Was nach dieser Kettenreaktion übrig bleibt, klingt schwer wie Stein.
Um Ruhm oder kommerziellen Erfolg geht es ihnen nicht. Agentic Fission verstehen ihre Kunst als Mission und sich selbst als Gegenkraft. Sie sind angetreten, um eine ehrliche, handgemachte Musikkultur vor dem Ausverkauf zu bewahren. Ihre Musik ist ein Bollwerk gegen die glattgebügelte, gefällige Moderne und die seelenlose Schnelllebigkeit unserer Zeit: ein massives akustisches Gegengewicht aus Schwere, Schatten und roher Gewalt.
Jahrelang verweigerte sich das Kollektiv sämtlichen grossen Streaming-Plattformen und verbreitete seine Aufnahmen ausschliesslich über physische Tonträger und verschlüsselte Untergrund-Kanäle. Erst im Herbst 2026 wurden die Archive geöffnet.
Als das Debüt I an Halloween 2024 unangekündigt erschien, stiess es in Fankreisen weltweit sofort auf ein massives, fast unheimliches Echo. Die Musik frass sich wie ein Lauffeuer durch die Szene. Mit II bauten sie 2026 ihre eigene Kathedrale: lauter, kompromissloser, wieder 14 Stücke. Werbung macht die Band keine. Alben und Merch gibt es nur hier, direkt von der Band, ohne Label und ohne Zwischenhändler. Jeder Franken fliesst zurück in die Ruine, in Saiten, Equipment und die nächste Platte.